Mittwoch, 11. Oktober 2017

Rezension: Die röte Königin (Die Farbe des Blutes) - Victoria Aveyard

@Carlsen - Verlag
Titel: Die rote Königin (Die Farben des Blutes)
Originaltitel: Red Queen
Autorin: Victoria Aveyard
Verlag: Carlsen
Format: HC (15x22), TB, ebook
Seitenzahl: 512
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-55158326-0
Preis: 19,99 (HC)
Übersetzung: Birgit Schmitz
Erscheinungsdatum:
Altersfreigabe: Ab 14 Jahre
Reihe: Band 1
    Rot oder Silber – Mares Welt wird von der Farbe des Blutes bestimmt. Sie selbst gehört zu den niederen Roten, deren Aufgabe es ist, der Silber-Elite zu dienen. Denn die – und nur die – besitzt übernatürliche Kräfte. Doch als Mare bei ihrer Arbeit in der Sommerresidenz des Königs in Gefahr gerät, geschieht das Unfassbare: Sie, eine Rote, rettet sich mit Hilfe besonderer Fähigkeiten! Um Aufruhr zu vermeiden, wird sie als verschollen geglaubte Silber-Adlige ausgegeben und mit dem jüngsten Prinzen verlobt. Dabei ist es dessen Bruder, der Thronfolger, der Mares Gefühle durcheinander bringt. Doch von jetzt an gelten die Regeln des Hofes, Mare darf sich keine Fehler erlauben. Trotzdem nutzt sie ihre Position, um die aufkeimende Rote Rebellion zu unterstützen. Sie riskiert dabei ihr Leben – und ihr Herz ...
    Wirklich atemberaubend ist es nicht und ich bin nicht mal mehr sicher, ob ich es zur Hand genommen hätte, wenn nicht das gesamte Internet immer wieder dieses Buch auf irgend eine Weise erwähnt hätte. Die Farben passen in jedem Falle gut zum Cover und das Mädchen, welches zur Hälfte auf jeder Seite steht auch auf den Inhalt.
    Ich habe lang gezögert, da ich mit den Büchern vom Carlsen Verlag bisher eher schlecht als recht zurecht kam. Wer meine Rezensionen verfolgt, hat das vielleicht auch schon gemerkt. Als das Buch dann in der Bücherei stand, habe ich beschlossen es zu wagen. Und war positiv überrascht. 
    Die Einführung war recht vielversprechend und mit den Figuren kam ich gut zurecht. Ich habe schnell durchschaut, dass es zwei Blutarten gibt und die silbernen höher stehen, als die roten. Die Beziehung zwischen Kilorn und Mare erinnerte mich ein wenig an Katniss und Gale. Die Beziehung von Mare und dem jungen Prinzen wie die Beziehung zwischen Katniss und Peeta. Überhaupt hatte ich beim Lesen oft das Gefühl Bestandteile von den Hunger-Games zu lesen, obwohl es sich hier um eine ganz andere Geschichte und Handlung handelt.
    Gestört hat mich auch, dass es ziemlich oft inhaltliche Sprünge gab, die mich ein wenig verwirrten. So redet Mare z.B. mit einem fremden jungen Mann und sobald sie ihre Geschichte beendet hat (ohne wörtliche Rede) weiß er ihren Namen und sie seinen. Ich hätte zumindest gerne gehabt, wie sie sich einander vorstellen. 
    Auch auf dem Königshof ist sie zu schnell mit von der Partie. Es erscheint mir unrealistisch, dass sie gerade fünf Minuten am Königshof als Dienerin arbeitet und sofort beim wichtigsten Bankett der Silbernen ist, nur damit dort passieren kann, worum es im Rest des Buches geht. Sie wurde nicht einmal eingearbeitet. Außerdem wirft Mare ziemlich offen damit um sich, dass sie stets die Silbernen im Dorf bestohlen hat - und niemand sagt was.
    Die Spannung war gut, der Schreibstil bis auf weiteres verständlich und flüssig. Die Charaktere waren mir auf ihre Art sympatisch, auch wenn ich nicht mit allem einher gehen konnte, was sie für Ansichten hatten. In jedem Falle gab es nicht zu viele Figuren, so dass man einen guten Überblick behalten konnte. 
    Die Geschichte hat einen roten Faden, der sich durch die Handlung zieht und eine überraschende Wendung, mit der ich tatsächlich nicht gerechnet hätte. Ich wusste jedenfalls lange nicht, wie das Buch ausgehen könnte.
    Am Ende gibt es einen Cliffhanger.
    Überraschend gut.


    Buxtehuder Bulle 2015
    Spiegel-Bestseller

    Freitag, 6. Oktober 2017

    Buch-Berlin 2017 - Ich bin dabei!


    Wie der ein oder andere sicherlich bereits mitbekommen hat, findet auch in diesem Jahr wieder eine Buchmesse in Berlin statt. Zwar ist sie noch nicht so bekannt, wie die LBM oder FBM, aber genau das macht sie zu einem enspannteren Erlebnis. Günstige Eintrittspreise, zahlreiche Veranstaltungen und auch die Möglichkeit, sich über die Bücher von Selfpublishern und kleinen Verlagen zu informieren. Verkauft werden diese ebenfalls am Stand, meist sogar mit Signaturen. Goodies und nette Gespräche inklusive. Dieses Jahr ist es bereits das vierte Mal! Und ich bin dabei!

    Letztes Jahr war ich auf dieser Messe zum ersten Mal als Autorin dabei und mit Freuden darf ich verkünden, dass es auch diesmal wieder der Fall ist. Und diesmal darf ich sogar lesen! Ich habe tatsächlich einen Platz in einer Lesung ergattert und freue mich, wenn ich euch dort begegne und für meine Geschichte begeistern kann. Natürlich dürft ihr mir dort Fragen stellen und das Buch signieren lassen! Weitere Infos zu meiner Lesung gebe ich euch noch bekannt. Fest steht derzeit Samstag, der 25.11. um 11.10 Uhr bis 11.40 Uhr in Raum 1.
    Hier ein paar Infos zur Messe:
    Das ganze findet im November, genauer gesagt am Wochenende des 25. und 26.11 zwischen 10 und 18 Uhr statt. Vor allem für all diejenigen, die es dieses Jahr nicht nach Leipzig und/oder Frankfurt geschafft haben, bietet die Buch.Berlin die Gelegenheit für das vorweihnachtliche Bücherstöbern. Sei es, um Geschenke für die Lieben zu finden oder einfach seine Wunschliste oder den SuB (bei Zeiten auf RuB) auszubauen. Es ist für jeden etwas dabei und auch keinesfalls so überlaufen, wie auf den großen Messen!
    Etwa 280 unabhängige Verlage und Selfpublisher aus Deutschland stellen ihr Programm für euch vor. Hier findet ihr vielleicht sogar Schätze, die es nicht in jeder Buchhandlung gibt!
    Neben Ständen wie den vom Amrun Verlag, dem Bundesamt für magische Wesen oder Autoren, die ihr vielleicht schon immer kennen lernen wollt, sind auch bekannte Gesichter, wie der Drachenmond Verlag, der SadWolf Verlag, der Sternensand Verlag und der Talawah-Verlag vor Ort!
    Für die Autoren unter euch, gibt es auch die Möglichkeit sich an den Ständen von BoD und Co. zu informieren.
    Der Ort des Geschehens ist auch dieses Jahr wieder das Estrel am S-Bahnhof Sonnenallee. Neben dem tollen Ambiente und ausreichend (kostenpflichtigen) Parkplätzen gibt es hier auch die Möglichkeit, sich ein leckeres Catering schmecken zu lassen, um den Tag zu genießen.

    Eintritt für die Messe liegt bei 5,-, für Auszubildende, Studenten, Schwerbehinderte, Arbeitslosengeld II-Empfänger und Rentner sogar nur 2,50€!! Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre, so wie Schüler mit Schülerausweis haben freien Eintritt. Karten vor Ort! Die Buch.Berlin ist barrierefrei.

    Parallel zur Messe kann man sich auch zur Buch.Berlin-Tagung anmelden und an zahlreichen Workshops, Vorträgen und Informationsveranstaltungen für angehende Autoren, Verlage oder Marketing informieren.

    Weitere Infos findet ihr auf der Website
    http://www.buchmesse-berlin.com
    und auf Facebook www.facebook.com/buchberlin.

    Ich freue mich auf euch!

    Buchstand Shanti M.C. Lunau, 3. Buch.Berlin, 2016


    Mittwoch, 4. Oktober 2017

    Rezension: Starters - Lissa Price

    Titel: Starters
    Originaltitel: Starters
    Autorin: Lissa Price
    Verlag: Piper Verlag
    Format: HC, TB, ebook
    Seitenzahl: 400
    Genre: Dystopie
    ISBN: 978-3-492-70263-8
    Preis: 15,99 (HC), 9,99 (TB), 8,99 (ebook)
    Übersetzung: Birgit Ress-Bohusch
    Erscheinungsdatum: 16.04.2013
    Reihe: Band 1 von 2
      Deine Zukunft gehört dir ...
      1. Vorsicht! Sie haben den Körper eines anderen Menschen gemietet.
      2. Es ist nicht gestattet, den gemieteten Körper zu verändern oder zu verletzen.
      3. Wir haften nicht für illegale oder gefährliche Aktivitäten, die Sie mit dem gemieteten Körper ausüben.
      ... doch dein Körper gehört uns!

      Die 16-jährige Callie verliert ihre Eltern, als eine unheimliche Infektion alle tötet, die nicht schnell genug geimpft werden – nur sehr junge und sehr alte Menschen überleben. Während die Alten ihren Reichtum mehren, verfallen die Jungen der Armut. Hoffnung verspricht die Body Bank, ein mysteriöses Institut, in dem Jugendliche gegen Geld ihre Körper verleihen können. Das Bewusstsein des alten Menschen übernimmt den jungen Körper für eine Zeit, um wieder jung zu sein. Doch bei Callie geht es schief: Sie erwacht, bevor sie erwachen darf – in einem Leben, das ihr völlig unbekannt ist. Anstelle ihrer reichen Mieterin bewohnt sie eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake. Bald aber findet sie heraus, dass ihr Körper zu einem geheimen Zweck gemietet wurde – um einen furchtbaren Plan zu verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss ...
      Seit knapp einem Jahr lebt die sechzehnjährige Callie mit ihrem Bruder Tyler und ihrem Freund Michael auf der Straße. Seit der Krieg ihre Eltern mit einer tödlichen Krankheit infizierte und sie, so wie viele andere Kinder, zu Waisen machte. Um nicht in eines der furchtbaren Heime zu kommen, schlagen sich die drei selbst durch, stets auf der Flucht vor den Marshals. Doch Tyler, ihr siebenjähriger Bruder, ist krank. Callie braucht Geld, damit sie ihm endlich Medikamente und ein richtiges Zuhause finanzieren kann. Als sie keinen anderen Ausweg mehr sieht, geht sie zur Body Bank und bietet ihren Körper als Mietobjekt an. Doch etwas geht schief und plötzlich ist Callies Leben nicht mehr wie es war.
      Das Cover finde ich gut gewählt und sehr interessant. Die Kopfkontur ohne Gesicht spiegelt die Geschichte wieder. Ein Körper ohne Gesicht. Ein Körper, von dem nicht sicher ist, wer ihn bewohnt. Die dunkle Farbe hat etwas düsteres, dystopisches. Der Titel und die schlichte Aufmachung des Covers machen neugierig auf mehr und auch der Klappentext weckt das Interesse meinerseits.
      Nachdem ich im Internet zufällig auf das Buch gestoßen bin, habe ich es im Anschluss in der Bücherei gesehen und mitgenommen. Ich bin mir ziemlich sicher, es mir noch zu kaufen, da ich so gerne wissen möchte, wie es weitergeht.
      Schon durch die Einführung ist man direkt in der Geschichte drin und bekommt recht schnell einen Überblick über Callies Leben und das, was sie zu bestimmten Taten antreibt. Die Namenswahl von Starters und Enders ist interessant und ich frage mich, ob sie erst nach dem Krieg zustande kamen. Ich hätte gerne gewusst, wie die Erwachsenen genannt worden wären.
      Nicht ganz klar ist, in welcher Zeit die Geschichte spielt aber es scheint nicht weit in der Zukunft zu liegen. Für die Geschichte ist dies aber auch nicht wichtig.
      Lissa Price schreibt sehr verständlich, flüssig und nicht mit Details überladen. Mann kann sich die Protagonistin nach eigenen Vorstellungen imaginieren, da keine genauen Angaben gegeben sind. Auch von den anderen Figuren gibt es stets nur einen groben Abriss, was ich persönlich sehr angenehm finde, weil ich nicht mit körperlichen Merkmalen überhäuft werde. Und das, obwohl es in diesem Buch hauptsächlich um Körper geht! Ich kann mir die Figuren selbst zusammenstellen und habe dennoch einen guten Blick in die Geschichte. Hier ist die Handlung im Vordergrund, was mir sehr gut gefällt.
      Callie ist mir sehr sympathisch und die Gründe, weswegen sie handelt, sind für mich klar nachvollziehbar. Sie ist authentisch und spinnt meine Gedanken weiter.
      Auch die Anzahl der Charaktere ist angemessen und fast alle wichtig für die Geschichte. Lediglich die Beziehung zwischen Callie und Michael wird mir nicht klar, aber da es der Protagonistin auch so zu gehen scheint, passt das wieder.
      Während des gesamten Lesens gab es eine gewisse Spannung, auf der weitere Spannungselemente aufbauten. Es gab keine Absacker oder Passagen der Langeweile.
      Auch die Idee des Buches fand ich interessant umgesetzt und das Ende war für mich definitiv nicht vorhersehbar. Es gibt eine kleine aber entscheidende Wendung der Geschichte, die das Interesse auf einen zweiten Band verstärkt. Schon nach der Hälfte war ich mir sicher, das ich den zweiten Band unbedingt lesen möchte.
      Die Geschichte folgt mit einer überzeugenden Handlung einem roten Faden und endet mit einem kleinen aber dennoch starken Cliffhanger.
      Ich werde ausschau nach dem zweiten Band halten.
      Absolute Leseempfehlung meinerseits.

      »Spannend zu lesen, nicht nur für Jugendliche.« 
      Ruhr Nachrichten
      »Eine spannende Geschichte, die den Blick in beide Richtungen erlaubt, und nicht verurteilt oder moralisiert.«  
      Augsburger Allgemeine
      »In diesem Jahr ging der Eselsohr-Preis an den düsteren Science-Fiction-Roman "Starters". (...) Die beängstigende, zugleich aber auch faszinierende Vision begeisterte die Jury. Ebenso gefiel die Spannung, die die Autorin im Laufe der Geschichte aufbaut.«   
      Westdeutsche Zeitung
      »Die Vision, die Lissa Price in ihrem Roman entwirft, ist beängstigend und spannend zugleich.«   
      Märkische Allgemeine
      »Die Autorin hat mit der Body-Bank eine glaubhafte Organisation geschaffen, dass man fast Angst vor der eigenen Zukunft bekommt. Mir hat Starters von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut gefallen.«   
      Eselsohr
      »Der erste Band der neuen Reihe fasziniert (…) durch die spannende und beklemmende Geschichte mit vielen unerwarteten Wendungen. (…) auch für Erwachsene spannend zu lesen und das gleich von der ersten Seite an.«   
      Westfalenblatt
       
      »Lissa Price ist mit dieser düsteren Zukunftsvision ein überzeugendes Debüt gelungen, das durch eine innovative Idee, eine dichte Atmosphäre, viel Spannung und glaubwürdige Protagonisten besticht!«   
      Bücher
       
      Phantastisch-Magazin

      »"Starters", der Debütroman der amerikanischen Drehbuchautorin Lissa Price, enthält alles, was das Herz einer jungen Leserin höher schlagen lässt: Liebe, Drama, Familie, Freundschaft. Die Story ist fesselnd und abwechslungsreich geschrieben.«  
      Phantastisch-Magazin
      Sat.1-Frühstücksfernsehen

      »Das ist eine spannende Geschichte. Wie leicht könnte man aber der Konzentration auf die Plausibilität des Plots aus der erzählerischen Balance geraten. […] Lissa Price erfüllt diese Anforderungen mit für eine Romandebütantin erstaunlichem Geschick.«   
      Sat.1-Frühstücksfernsehen
      »Der Sci-Fi-Roman "Starters" ist das höchstgehandelte Debüt der letzten Jahre.«   
      Freundin
      »Liebes-, Endzeit- und Science Fiction-Roman gespickt mit einer ordentlichen Portion Gesellschaftskritik - das alles steckt in Lissa Prices Erstlingswerk.« 
      transkript - Life-Science-Magazin
      »Wir haben es hier mit einem ideenreichen und spannenden Plot zu tun, der einen von der ersten Seite an gefangen nimmt und mitreißt.« 
      Jugendbuch-Couch.de

      Die Drehbuchautorin Lissa Price lebt nach einigen Aufenthalten in Japan und Indien nun in Kalifornien. Mit "Starters" schaffte sie ihr Roman-Debut. Mitlerweile wird sie in über dreißig Sprachen übersetzt.

      Montag, 2. Oktober 2017

      Rezension: Dark Elements - Steinerne Schwingen - Jennifer L. Armentrout

      @HarperCollins
      Titel: Dark Elements - Steinerne Schwingen
      Originaltitel: White Hot Kiss
      Autorin: Jennifer L. Armentrout
      Format: Gebunden (Taschenbuch, ebook)
      Seitenzahl: 368
      Genre: Fantasy
      ISBN: 978-3-95967-003-6
      Preis: 16,90 (Gebunden) 10,99 (TB/ebook)
      Übersetzung: Ralph Sander
      Erscheinungsdatum: 10.09.2015
      Reihe: Band 1
        Ich kann Dämonen aufspüren, denn ich bin eine von ihnen.
        Ich kann den Menschen bis in die Seele schauen.
        Und ich kann sie ihnen rauben - mit einem Kuss.

        Nichts wünscht Layla sich sehnlicher, als ein ganz normaler Teenager zu sein. Aber während ihre Freundinnen sich Gedanken um Jungs und erste Küsse machen, hat sie ganz andere Sorgen: Layla gehört zu den Wächtern, die sich nachts in Gargoyles verwandeln und Dämonen jagen. Doch in ihr fließt auch dämonisches Blut - und mit einem Kuss kann sie einem Menschen die Seele rauben. Deshalb sind Dates für sie streng tabu, erst recht mit ihrem heimlichen Schwarm Zayne, dem Sohn ihrer Wächter-Ersatzfamilie. Plötzlich wird sie auf einem ihrer Streifzüge von dem höllisch gut aussehenden Dämon Roth gerettet ? und er offenbart ihr das schockierende Geheimnis ihrer Herkunft!
        Nichts besonderes und doch ein Hingucker. Mit Verschlingungen ist hier auf dem metallic-grünen Cover ein Flügel im Tattoo-Stil aufgedruckt. Darüber in goldener Schrift der Titel des Buches gestanzt. Zumindest auf das Genre wird hiermit deutlich hingewiesen und so schlicht es auch gehalten ist, lockt es doch neugierige Fantasy-Fans an. Die silbere Schrift von Titel und Klappentext ist jedoch schwer zu lesen.
        Zugegeben, ich hatte so meine Schwierigkeiten mit dem Buch anzufangen, war ich doch nach Obsidian ein wenig skeptisch. Immerhin hatte dieses Buch von mir ziemlich Kritik einstecken müssen, weil mir die Schwärmerei von Deamon so auf die Nerven ging. Ich hatte Angst, das ich hier wieder nur von einem Mädchen lesen würde, deren Gedanken nichts anderes können, als um das Aussehen eines Jungen zu schweifen. Trotzdem nahm ich das Buch aus der Bücherei mit. Und ich hatte Glück.
        Die Einführung beginnt direkt mitten im Geschehen, was gut ist. Dabei erfährt man sogleich, was Laylas Aufgabe im Kreise der Wächter ist und wie viele Menschen in ihrem Umfeld von ihrer Gabe wissen. Tatsächlich lernt man schon im ersten Kapitel sehr viel über Layla kennen, was den Einstieg in die Geschichte erleichtert.
        Auch Spannung schaffte die Autorin meiner Meinung nach hier auf angenehme Weise aufzubauen, ohne es zu langweilig klingen zu lassen.
        Ihr Schreibstil ist verständlich, flüssig und nicht mit Details überladen. Zwar werden auch hier oft Kommentare über das umwerfende Aussehen ihrer Mitstreiter gemacht. Erstaunlicherweise befindet sich auch in diesem Buch kein "normaler" Junge in ihrer Umgebung. Alle glänzen mit perfektem Aussehen, scheinen außer einer Brille keine Makel zu haben und den Mädchen regelrecht den Kopf zu verdrehen. Ich muss sagen, dass mich das immer nervt. Niemand ist perfekt, das sollte sich zumindest im Umfeld wiederspiegeln. Natürlich ziehen bestimmte Typen auch mehr Leser und Leserinnen an, aber ein kleiner Makel würde schon reichen, dass ich mich mehr auf die Personen einlassen kann. Ich muss nicht dauernd an ihre Perfektion erinnert werden.
        Zum Glück hat es sich in diesem Buch in Grenzen gehalten und es ging tatsächlich vordergründig um Layla und ihre Geschichte, der ich so recht gut folgen konnte. Die Liebe hat einen starken Vordergrund, ist aber auszuhalten.
        Die Kapitel sind mit durchschnittlich 20 Seiten verhältnismäßig lang und haben wenig bis keine Absätze. Da ich hauptsächlich unterwegs lese, ist das hin und wieder etwas schwierig, aber machbar.
        Die Charaktere sind mir auf ihre Weise sympathisch gewesen, jeder für sich. Manch einer hat zwar einen sehr fragwürdigen Charakter, ist aber für die Geschichte so wichtig. In jedem Falle scheinen sie mir recht gut durchdacht zu sein. Die Protagonistin ist authentisch, die Anzahl der Charaktere angemessen und gut nachvollziehbar. Ich habe mich nie fragen müssen, wer wer war. Auch die Handlung ist auf ihre Weise authentisch und nachvollziehbar, folgt einem roten Faden und endet mit einem Cliffhanger, der jedoch nicht unbedingt auf ein zweiten Band hinweisen muss, aber dennoch Fragen aufwirft. Die Idee des Buches scheint mir gut umgesetzt, erinnert mich jedoch inhaltlich ein wenig an die Lux-Reihe. Vielleicht liegt es an den Dämonen, welche die Autorin zu mögen scheint. Auch die Geschichte an sich wird grob von vielen Autorinnen genutzt, ist jedoch hier gut verwendet worden.
        Das Genre ist in jedem Falle passend, ich wusste nicht schon nach der Hälfte, wie das Buch ausgeht und hatte schöne Lesestunden. Wirklich nachklingen tut das Buch aber nicht.
        Überraschend gut.

        Zum ersten Mal schrieb Jennifer L. Armentrout im Matheunterricht. Heute lebt sie in Martinsburg in West Virginia und verbringt ihre Zeit neben dem Schreiben mit Lesen, Zombie-Filmen oder mir ihrem Mann und Jack Russel Loki. Die Autorin ist vor allem in den Genre Young Adult, Science Fiction, Fantasy und Romantik. 2013 gewann sie unter anderem den Reviewers Choice Award, 2015 folgte der Editor's Pick und der Moerser-Jugendbuch-Award. Bücher für Erwachsene und junge Heranwachsende schreibt sie zudem unter dem Pseudonym J.Lynn.
        Hast du Fragen zu ihren Büchern, möchtest ein Interview führen oder ein Buch signiert erwerben, hab keine Scheu sie zu kontaktieren. Sie freut sich stets über eine freundliche Mail:
        jenniferlarmentrout@live.com

        Sonntag, 1. Oktober 2017

        Rezension: Wenn Lichter fliegen - Marie S. Laplace

        Titel: Wenn Lichter fliegen
        Autorin: Marie S. Laplace
        Verlag: Independently Published
        Format: ebook, Taschenbuch 14x3,1x21,6
        Seitenzahl: 492 Seiten
        Genre: Fantasy
        ISBN: 978-1521-9856-18
        Preis: ebook: 0,99 TB: 12,90
        Erscheinungsdatum: 10.08.2017
        Reihe: Band 1
          Wenn du siebzehn bist … Ein Kribbeln in den Fingerspitzen, vergleichbar mit den Funken einer Wunderkerze auf deiner Haut, ist das erste Anzeichen deiner Berufung.

          Neues Land, neue Großmutter, neue Freunde und eine neue Liebe! Das Leben der 16-jährigen Arvie hat sich nach dem Tod ihres Vaters vollkommen auf den Kopf gestellt. Damit fertig zu werden, ist alles andere als einfach: Ihre Großmutter, eine Cherokee-Indianerin, hütet Geheimnisse. Warum sonst schweigt sie sich über Arvies Mutter aus? In der Umgebung verschwinden seit Jahren Jugendliche spurlos. Und dann ist da noch Chay, in dessen Nachtaugen sie am liebsten versinken würde, dessen Berührungen aber brennen wie Feuer. Als dann auch noch Tiere mit ihr zu sprechen beginnen, ist klar: Entweder sie ist dabei, völlig den Verstand zu verlieren oder an diesem Ort passieren Dinge, die weit über das hinausgehen, was Arvie bisher zu wissen glaubte.
          Mir gefällt das Cover des Buches unfassbar gut. Das Blau hat etwas freundliches, reines und gibt einem ein wenig das Gefühl von Freiheit, so wie der Blick in einen wolkenlosen Sommerhimmel. Das Mädchen auf dem Cover passt toll zur Geschichte und zeigt trotz ihrer Haarfarbe die Zugehörigkeit zu einem indianischen Stamm, worum es in dieser Geschichte ja auch geht. Auch die Zeichnung der Eule hat eine besondere Bedeutung, die sich in der Geschichte noch erschließt. Mit den Blumen hat es was verspieltes und auch die Wahl der Schrift passt super zu dem Rest. Für mich optisch ein absoluter Hingucker!
          Das Buch gekauft habe ich mir auf eine Empfehlung einer Freundin hin. Sie hat es bereits gelesen und mir nahe gelegt. Da sie meine Lese-Vorlieben kennt, habe ich ihr vertraut und mir das günstige ebook zugelegt. Ich sage es vorne weg: Ich wurde nicht enttäuscht.
          Die ganze Handlung ist in fünf Teile unterteilt, die jeweils mit einem tollen Deckblatt mit Traumfänger beginnen. Ich mag Traumfänger sehr, weshalb mich das Ganze sehr angesprochen hat. Der Prolog beginnt mit einem kleinen Text vor siebzehn Jahren, ehe Teil 1 der Geschichte beginnt. Von Anfang an begleitet man Arvie in ihr neues Leben, begegnet zum ersten Mal mit ihr gemeinsam der Großmutter und begleitet sie so durch eine Gefühlsachterbahn. Die Geschichte ist in der Vergangenheit und Ich-Perspektive geschrieben.
          Arvie war mir gleich sympathisch und auch der Schreibstil von Marie hat mich gut in die Geschichte eintauschen lassen. In verständlichen, detaillierten, aber nicht überfüllten, Sätzen begegnet man neuen Figuren und lernt sie lieben und hassen. Auch die anderen Charaktere der Geschichte waren mir alle auf ihre Art sympathisch und wirken auf mich gut durchdacht. Die Protagonistin handelt authentisch und nachvollziehbar, die Geschichte war nicht zu überfüllt von tausenden Nebenfiguren, wodurch man gut folgen konnte, wer sich gerade wo befindet. Mit der Zeit hatte in für alle irgendein Bild vor Augen, was mich beim Lesen unterstützte.
          Die Handlung war interessant und für mich recht neu, da ich zuvor noch keinen Roman gelesen hatte, in dem ein Indianer-Stamm eine so große Bedeutung spielt. 
          Die Geschichte besitzt einen roten Faden und das Ende hat mich angefacht zu erfahren, wie es weitergeht. Definitiv ein gelungen eingesetzter Cliffhanger. 
          Irgendwann hatte ich eine Vorahnung, wie die Geschichte ausgehen wird und sollte Recht behalten. Doch obwohl das Ende für mich weitestgehend klar war, hatte ich dennoch weiterhin Freunde beim Lesen und war gespannt, wie die Autorin es umsetzen würde. Trotz der großen Liebesgeschichte wird die Haupthandlung nicht beeinträchtigt, was mir sehr wichtig ist. 
          Das Genre passt ebenfalls zur Geschichte und ich freue mich schon, wenn der zweite Band erhältlich ist. 
          Nicht nur für Indianer-Fans ein tolles Leseerlebnis. Viel Herz ohne Schnulzen und eine interessante Story. Für mich hätte es ruhig noch etwas mehr Spannung geben können, aber diese hier war schon wirklich gut!
          Die Autorin schreibt ihre Geschichten unter dem Pseudonym Marie S. Laplace. Gemeinsam mit ihren Mann und Sohn wohnt sie ihn ihrer Geburtsstadt München, nachdem sie auch in Bern und Frankfurt testete, wie es sich dort lebt. Dem Schreiben widmete sie sich nach einem Soziologie, Statistik und Ökonomiestudium, um einen Ausgleich zu ihrem Alltag zu finden. Die Lichter-Trilogie dauerte drei Jahre, ehe sie sich dazu entschloss, den ersten Band mit ihren Mitmenschen zu teilen.

          Freitag, 22. September 2017

          Rezension: Splitterlicht - Megan Miranda

          @ravensburger.de
          Autorin: Megan Miranda
          Titel: Splitterlicht
          Originaltitel: Fracture (2012), GB
          Übersetzung: Ingrid Ickler (amerik. Englisch)
          Seitenzahl: 320 Seiten (TB)
          ISBN: 9-783-473-58481-9
          Format: Taschenbuch Broschur, 14x21 cm
          Genre: Young Adult
          Preis: 9,99
          Erscheinungsdatum: 2015
          Reihe: Nein
          Nach drei Minuten ohne Sauerstoff wird man ohnmächtig.
          Ab vier Minuten kommt es zu dauerhaften Hirnschäden.
          Dann zum Herzstillstand.
          Der Tod tritt nach etwa fünf Minuten ein.
          Spätestens nach sieben. Definitiv nach zehn.
          Decker hat mich nach elf Minuten aus dem Wasser gezogen.

          Eigentlich müsste Delaney tot sein. Aber nach einer Woche Koma erwacht sie - ohne bleibende Schäden. Doch unausgesprochene Gefühle stehen zwischen ihr und ihrem besten Freund Decker, und Delaney fühlt sich plötzlich zu dem misteriösen Troy Varga hingezogen, der nach einer Nahtoderfahrung dieselbe beunruhigende Fähigkeit wie sie zu besitzen scheint: Beide spüren den bevorstehenden Tod anderer Menschen ...
          Das Cover ist toll! Die glitzernden Splitterfragmente auf dem Cover geben dem Buch etwas magisches, geheimnisvolles und passen sich gut den Augen und der Gesichtskontur des Mädchens an. Zudem sind sie auf das Buch drauf gedruckt und uneben, also spürt man eine raue Unebenheit, wenn man das Cover in der Hand hält. Für eine Cover-Liebhaberin wie mich ein guter Fang :)
          Das Originalcover finde ich allerdings auch sehr interessant und durch die rote Jacke wird deutlich, dass hier Delaney abgebildet sein soll, wohingegen mir das Mädchen auf dem deutschen Cover schon fast zu hübsch scheint, zumindest für das, was ich aus dem Buch ziehen konnte ;)

          Originalcover von Meganmiranda.com
          Das Buch war schon lange auf meiner Wunschliste und nachdem ich kürzlich eine große Bestellung bei ReBuy getätigt habe, landete dieses Buch als "gebraucht gekauft" mit im Warenkorb. Erst als es ankam, habe ich den Verlag gesehen und muss sagen, dass ich bisher immer nur Spiele und Puzzle von Ravensburger kannte, aber keine Bücher. Somit war es in diesem Fall auch noch eine Premiere :)
          Das Buch an sich gefällt mir wirklich gut. Die Geschichte ist nichts völlig weit her geholt und da es immer wieder Wunder gibt, auch in der Medizin, ist die Story gar nicht mal so abwegig. Auch wenn ich nicht mit Delaney tauschen möchte! Die Gefühle von Delaney sind durch die Ich-Perspektive ziemlich direkt und nachfühlbar. Manchmal hatte ich meine Probleme mit der Figur und ihrer Art, aber das macht uns Menschen ja so anders. Man muss nicht in allem einer Meinung sein. Obwohl mir Delaney also manchmal fremd war, konnte ich sie auch verstehen. Immer wieder fragte ich mich, was ich ihn ihrer Situation tun würde und hatte keine rechte Antwort. Doch ihre Geschichte, die wollte ich verstehen und begreifen. Sehen, was sie aus ihrem neuen Leben macht und wo es sie hinbringt. Ihr Umfeld war für mich auch manchmal komisch, die Reaktionen ihrer Freunde und wie sie mit Delaney umsprangen finde ich ziemlich kalt und nicht sonderlich sympatisch. Ich bin froh, dass ich zumindest ein paar Menschen zu meinen Freunden zählen kann, die sowas nicht tun würden.
          Das Ende war ein wenig zu abrupt, finde ich, aber irgendwie auch befreiend. Zwar hätte ich gerne gewusst, wie es bei Delaney nun weitergeht, kann aber mit dem Ende wie es ist auch leben.
          Mein erstes Ravensburger Buch und keine Enttäuschung. 4 Berge :)
           
          Nach ihrem Biologie-Abschluss am Massachusetts Institute of Technology in New Jersey lebte sie gemeinsam mit Mann und zwei Kindern in North Carolina, dicht bei Charlotte. Die meiste Zeit geht für Gedanken über das Warum und Wie von Dingen drauf, oft abgelöst von Tagträumen über das Was-wäre-wenn.
          Megan Miranda ist New-York-Times Bestsellerautorin
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